Bürgergespräch im Feuerwehrgerätehaus Queckbronn

Veröffentlicht am 18.05.2019 in Veranstaltungen

SPD-Ortsverein Weikersheim

Hildegard-Buchwitz Schmidt

Schulstr.13

Pressebericht über Bürgergespräch der SPD/UB in Queckbronn, Feuerwehrgerätehaus, am 14.05.2019, Beginn 19.30 Uhr

Queckbronn. Bei der Vorstellung der Stadtratskandidaten/innen der Liste der SPD/UB entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern des Teilortes. Bei dem Gespräch, das von der Ortsvereinsvorsitzenden Hildegard Buchwitz-Schmidt geleitet wurde, standen nicht nur innerörtliche Probleme im Mittelpunkt, sondern auch „die tote Altstadt“ und Möglichkeiten ihrer Reanimierung sowie die Belastung der Haushalte der kommenden Jahre durch die Taubertal-Philharmonie. Außerdem vertrat ein Bürger vehement die Ansicht, dass es nicht die vorrangige Aufgabe einer Kommune sei, einen Beherbergungsbetrieb zu bauen.

 

Einige Bürger brachten unmissverständlich zum Ausdruck, dass für sie der Lärm der Windkrafträder bei bestimmten Windverhältnissen unerträglich ist. Sie sind davon überzeugt, dass der Lärm die gesetzlich erlaubten 45 Dezibel wiederholt überschreitet. Wegen dieser Belastungen wurde eine Unterschriftenaktion an das Landratsamt als Genehmigungsbehörde gestartet und dabei gefordert, dass eine Schallmessung durchgeführt wird. Von 95 Wahlberechtigten in Queckbronn hätten sich 84 Bürger daran beteiligt.

Und ein Bürger brachte den anwesenden Stadträten Martina Seyfer, Günter Köhnlechner und Oliver Gutöhrlein zur Kenntnis: „Wir haben unseren Antrag bei der Stadtverwaltung abgegeben, damit sie diesen an das Landratsamt weiterreicht. Leider ist er dort lange liegen geblieben.“ Eine Nachfrage beim Landratsamt habe dieses Versäumnis ans Tageslicht gebracht. Die von dem Gutachter zu zwei verschiedenen Zeitpunkten ermittelten Messwerte werden von den Bürgern als nicht sachgemäß angesehen, weil die Messungen nur bei Ostwind durchgeführt worden seien. Leider lehne das Landratsamt ihre Forderung ab, dass das Landesamt für Umwelt eine Messung durchführen soll.

Auf Unverständnis der Bürgerinnen und Bürgern stößt die Untätigkeit der Behörden bei der Karlsbergmauer an der Straße von Queckbronn nach Weikersheim: „Seit über einem Jahr ist die Mauer an einigen Stellen eingestürzt und deshalb eine Fahrbahn gesperrt. Hinzu kommt, dass der Verkehr seit drei Monaten über eine Ampel geregelt wird “. Es sei nicht mehr hinnehmbar, dass ein Bürger seinen Pflichten als Eigentümer der Mauer nicht nachkommt und die betroffenen Autofahrer darunter leiden müssen. Die anwesenden Stadträte gaben zu verstehen, dass die Fraktionsvorsitzende Anja Lotz schon vor einigen Monaten in dieser Angelegenheit tätig geworden ist und in Briefen an das Landratsamt und an das Landesdenkmalamt gefordert hat, dass sie auf den Eigentümer Druck machen und den Missstand abstellen sollen. Trotzdem ist nichts geschehen. Auch eine Anfrage von Stadträtin Martina Seyfer in der letzten Gemeinderatssitzung, wann endlich mit den Sanierungsarbeiten an der Karlsbergmauer begonnen wird, habe beim Bürgermeister nur ein Achselzucken hervorgerufen.

Einige Queckbronner Bürger brachten in ihren Redebeiträgen ihren Wunsch zum Ausdruck, dass im Zusammenhang bei dem Ausbau der Ortsstraße auch die Abzweigungen, die in einem schlechten baulichen Zustand sind, berücksichtigt werden. Positiv wurde ein Antrag der Fraktionsgemeinschaft aufgenommen, mit dem sie die Fronmeister in den Ortsteilen wieder einführen will und der u.a. damit begründet wird, dass diese fundierte Ortskenntnisse haben. Die Frondienste wurden im Jahr 2016 vom Stadtrat wegen der angespannten Finanzsituation der Stadt abgeschafft, und ihre Aufgaben dem Bauhof übertragen.

Einen Einblick in die aktuelle Kreispolitik gab die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Ute Schindler-Neidlein. Dabei ging sie auf die derzeit durchgeführte Bechippung der Mülleimer ein. Sie betonte: „Die Müllentsorgung wird modernisiert und bürgerfreundlich gestaltet.“ Es sei ab dem Jahr 2020 nicht mehr notwendig, zum Jahresbeginn zur örtlichen Gemeindever-waltung oder Verkaufsstellen zu gehen, um eine neue Gebührenmarke zu kaufen. Die Gebührenbescheide würden direkt vom Landkreis an die Haushalte versandt werden. Als wesentlichen Schwerpunkt der derzeitigen Kreispolitik nannte die Kreisrätin aus Lichtel die Sanierung der 3 Berufsschulzentren im Main-Tauber-Kreis, in die viel Geld investiert werde. So werde derzeit in Bad Mergentheim die gewerbliche Berufsschule modernisiert. Als eine wichtige Zukunftsaufgabe des Landkreises sieht Ute Schindler-Neidlein die Sicherung der ärztlichen Versorgung im südlichen Main-Tauber-Kreis und die Erhaltung der Tagesklinik in Creglingen. Diese Aufgaben müsse der Landkreis zusammen mit den betroffenen Gemein-den in Angriff nehmen.

(spd)

 

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