Bürgergespräch - Kandidatenvorstellung in Elpersheim

Veröffentlicht am 10.05.2019 in Pressemitteilungen

SPD-Ortsverein Weikersheim

Günter Breitenbacher

Folgender Bericht wurde von der FN gekürzt:

Elpersheim. Eine Vielzahl von Themen stand im Mittelpunkt der Kandidatenvorstellung für die Gemeinderatswahl, welche der SPD-Ortsverein durchführte. Die Veranstaltung eröffnete und moderierte die stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Melanie Metzger-Hebel. Die anwesenden Stadträte der SPD/UB lobten das starke ehrenamtliche Engagement der Elpersheimer Bürger und besonders des Bürgerforums Elpersheim, das den Ort attraktiv gestaltet und sich um die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2019 kümmert.

Pressebericht

Zu Beginn des Gesprächs zwischen Kandidaten und Bürgern stellte ein Teilnehmer fest: „Die Kreisstraße, welche von Elpersheim hinauf ins Industriegebiet hinaufführt, ist in einem erbärmlichen Zustand und muss dringend saniert werden“. Und ein anderer Bürger monierte, dass diese Straße genauso wie die Deutschordenstraße in Elpersheim nicht dem Schwerlastverkehr gewachsen ist. Dabei werde auch die Sperrung der Tauberbrücke für Fahrzeuge über 24 Tonnen missachtet.

Auch die Sanierung der Taubertalhalle, die schon vor vielen Jahren zugesagt wurde, war ein Thema. Dazu erklärtete Stadtrat Oliver Gutöhrlein: „Die Finanzierung ist im Haushaltsplan 2019 eingestellt und die Fertigstellung für das Jahr 2020 vorgesehen“. Und die anderen Stadträte der Fraktionsgemeinschaft ergänzten, dass ihnen die Sanierung am Herzen liegt, zumal es um die Werterhaltung einer städtischen Immobilie geht. Kontrovers waren die Meinungen der Bürger über die geplante Verlegung des Fahrradweges „Liebliches Taubertal“. Während sich manche für die Verlegung aussprachen, plädierte ein anderer dafür, den Weg wie bisher durch den Ort zu führen, auch wenn es derzeit keine Gastronomie gibt.

Die Kandidaten/innen der Liste der SPD/UB gingen ausführlich auf die Sicherung der ärztlichen Grundversorgung in Weikersheim ein: „Uns ist voll bewusst, dass es in diesem Bereich in den nächsten Jahren ein Engpass geben wird.“ Die Zukunft der medizinischen Betreuung müsse im nächsten Stadtrat ein Mega-Thema werden. Ihre Vorstellungen gehen in die Richtung, dass die Stadt Räumlichkeiten samt Einrichtung zur Verfügung stellen sollte, um neue Ärzte zu gewinnen. Die Bewerber gaben auch zu verstehen, dass sie unter sich auch die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums diskutieren.

Eine Kandidatin bedauerte, dass sich im sozialen Bereich manches in Schieflage befindet: „Allein lebende Seniorinnen und Senioren könnten nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen und lebten vereinsamt in ihren Häusern.“ Diese Einsamkeit müsse mit niederschwelligen und wohnortnahen Angeboten wie ehrenamtliche Besuchsdienste aufgebrochen werden. Für Weikersheim forderte sie die Umgestaltung des Stadtparks zu einem Mehrgenerationen-Spielplatz. Er solle zu einer Begegnungsstätte für Jung und Alt mit einem speziellen Aktivbereich für Senioren mit Gesellschaftsspielfeldern und Trimm-Dich-Geräten umgestaltet werden.

Die Stadträte Günter Köhnlechner und Martina Seyfer sprachen sich in ihren Diskussionsbeiträgen dafür aus, dass im nächsten Stadtrat die Erfüllung der Pflichtaufgaben sowie die Erhaltung und Pflege der bestehenden Bausubstanz höchste Priorität haben muss. In diesem Zusammenhang befürchtete eine Kandidatin, die Einführung der Doppelten Buchführung (Doppik) im nächsten Jahr, könnte dazu führen, dass der Instandshaltungsstau der Vergangenheit in der Stadt nicht mehr – wie im kameralen Haushalt – zu einer Entlastung des aktuellen Haushaltes, sondern zu einer Wertminderung führt.

Wie schon bei den vorausgehenden Kandidatenvorstellungen war auch in Elpersheim der Vorwurf zu hören, dass die Sitzungen des Weikersheimer Stadtrates monoton und langweilig seien: „Es finden keine lebhaften Diskussionen unter den Stadträten statt, vielmehr sind nur noch Stellungnahmen der Fraktionen zu hören.“ Das Gremium müsse wieder mehr gelebte Demokratie praktizieren. Die anwesenden Stadträte konnten diesen Vorwurf nachvollziehen. Sie gaben zu verstehen, dass es an der Stadtratsmehrheit und am Vorsitzenden liegt, wenn z.B. Haushaltsvorberatungen nicht öffentlich vorberaten und in öffentlicher Sitzung von den Fraktionsvorsitzenden nur noch grundsätzliche Positionen vertreten werden.

 

Die nächsten beiden Bürgergespräche der Gemeinderatskandidaten/innen der Liste SPD/UB finden am Dienstag, dem 14. Mai 2019, in Queckbronn im Feuerwehrgerätehaus und am Freitag, dem 17.Mai 2019, in Nassau im Gasthaus Löwen statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

(spd)

 

 

 

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