
Fotostrecke» Am 8. Februar kamen die SPD-Bundesvorsitzende und Spitzenkandidatin Saskia Esken und der SPD-Bundestagskandidat Philipp Hensinger zu einem politischen Brunch in das Hotel „Das Bischof“ in Tauberbischofsheim. Es war eine gut besuchte Veranstaltung, bei der auch der SPD-Ortverein Weikersheim mit einer Delegation von 3 Mitgliedern vertreten war.
Die Veranstaltung wurde durch den Kreisvorsitzenden Thomas Kraft eröffnet. In seinem Eingangsreferat betonte er, dass der Main-Tauber-Kreis bei der Energiewende in Baden-Württemberg führend ist. Außerdem ging er auf die Krankenhausversorgung im Landkreis ein. Später in der Diskussion wurde gesagt, dass es beim Wertheimer Krankenhaus möglicherweise eine bayerische Beteiligung auf Landkreisebene geben wird.
In seinem Eingangsvortrag ging Philipp Hensinger auf die Vorgänge zur Migrationspolitik im Bundestag ein. Er befürchtet, dass das Abstimmungsverhalten der Union zu einem Dammbruch führt. Migration sollte auch als Chance betrachtet werden. Der Fachkräftemangel und der demografische Wandel führe zu einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften (z.B. im Handwerk und der Landwirtschaft), der letzten Endes nur durch Arbeitskräfte aus dem Ausland gedeckten werden könne. Er möchte sich für eine Gesellschaft einsetzen, in der es Chancengerechtigkeit gibt. Er wünsche sich ein Land ohne Populismus.
Saskia Esken ergänzte in ihrer Rede, dass die Bundesregierung die Zuwanderung gesetzlich neu geregelt habe. Innenministerin Faeser hat dabei maßgeblich an der Reform des europäischen Asylrechts mitgewirkt. Statt die vorliegenden europäischen Regelungen mit zu verabschieden, beharrten die Unionsparteien kompromisslos auf Positionen, die zum Teil gegen geltendes Recht verstoßen.
Die SPD orientiere sich an Zukunftsfragen und wolle die Gesellschaft positiv gestalten. Dazu zählen äußere und innere Sicherheit, sichere Renten und Arbeitsplätze.
Bei der anschließenden Diskussionsrunde betonte Saskia Esken auf eine Frage zum Wohnungsbau, dass die Herauslösung des Wohnungsbaus aus dem Innenministerium ein sinnvoller Schritt war. Die bisherigen Fördermittel für den Wohnungsbau wurden vollständig abgerufen und erste Vereinfachungen wurden durch den neuen Gebäudetyp „E“ (wie einfach) erreicht. Außerdem konnte das Wohngeld erhöht werden. Wesentliche Verbesserungen am Gebäudeenergiegesetz kamen aus dem Bauministerium.
In Bezug auf den Umgang mit den sozialen Medien sagte Sakia Esken, dass in der Coronazeit vielen jungen Menschen der direkte Kontakt zu Gleichaltrigen gefehlt habe. Durch die Nutzung dieser Medien sei eine Abhängigkeit und Manipulierbarkeit entstanden. Wichtig sei es, über die Medien Inhalte zu transportieren und die jungen Menschen damit zu erreichen.
In seinem Schlusswort sagte Thomas Kraft, dass ihm in dieser Hinsicht Philipp Hensinger mit seinem jungen Wahlkampfteam viel Hoffnung mache. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für die konstruktive und interessante Diskussion
Insgesamt war es eine gelungene und informative Veranstaltung.
Dr. Wolfgang Dolezol
Medienbeauftragter des SPD-Ortsvereins Weikersheim