Pressebericht vom Bürgergespräch am 17.05.2019 in Nassau

Veröffentlicht am 22.05.2019 in Wahlen

SPD-Ortsverein Weikersheim

Hildegard Buchwitz- Schmidt

Schulstr.13

 

Pressebericht über Bürgergespräch der SPD/UB in Nassau, Gasthaus „Zum Löwen“, am 17.05.2019, Beginn 19.30 Uhr

Nassau. Beim Bürgergespräch der Liste der SPD/UB im Rahmen ihrer Wahlkampagne für die Gemeinderatswahl stellten sich die einzelnen Kandidaten/innen persönlich vor und gingen dabei auf die Themen ein, die sie als Gemeinderäte in der Kommunalpolitik der nächsten Jahre für wichtig erachten. Dabei wurde sichtbar, dass sie nicht nur im Bereich der Infrastruktur, sondern auch im sozialen Umfeld Handlungsbedarf sehen.

Die anwesenden Bürger zeigten sich weitgehend mit den Verhältnissen vor Ort zufrieden. Alle Bauplätze des Wohnbaugebiets Hätzenklinge am Rand des Ortskerns sind verkauft und zum großen Teil bebaut. Der vor Jahren sanierte und umgestaltete Ortskern lässt den Teilort attraktiv erscheinen. Und es gibt derzeit nur eine Hofstelle, welche nicht belegt ist. Außerdem tragen der Gesang- und Landfrauenverein zu einer gut funktionieren Dorfgemeinschaft bei.

Der Nassauer Ortsvorsteher Kurt Kröttinger hatte aber auch einen besonderen Wunsch der Nassauer Bürgerschaft in petto: „Die alte Sporthalle muss dringend saniert werden. Dazu soll bald ein Konzept entwickelt werden.“ Außerdem sieht er die Notwendigkeit weiterer Bauplätze, weil dafür eine Nachfrage vorhanden ist. Und er hatte dafür eine eindeutige Begründung: „Die Zukunft unseres Ortes hängt von den jungen Familien ab, die hier blei- ben oder sich ansiedeln wollen.“ Natürlich gibt es auch Wünsche für die Sanierung und den Ausbau des Feldwegenetzes, welches das größte im Weikersheimer Stadtgebiet ist. In diesem Zusammenhang vertrat ein Bürger die Ansicht, dass die Erneuerung der Gemeinde-verbindungsstraße nach Stalldorf keine Meisterleistung darstelle.

In die sich anschließende und intensive Diskussion zwischen den Bürgern und den Kandidaten/innen der SPD/UB – geleitet von der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hildegard Buchwitz-Schmidt - wurde die Idee eingebracht, dass es sinnvoll sein könnte, statt neue Baugrundstücke in den Ortsteilen zu erschließen in den Ortskernen stillgelegte Hofstellen in mehrere Teilflächen aufzusplitten und darauf mehrere Häuser zu bauen: „So kann der Innerortsbereich lebendig erhalten und preisgünstiges Baugelände geschaffen werden.“ Außerdem könne auf diese Weise der Landschaftsverbrauch eingedämmt werden. Für ein solches Projekt müsste auch das Land Geld in die Hand nehmen, indem es z.B. die Sanierungskosten übernimmt.

Auch der Sanierungsstau bei den kommunalen Gebäuden war ein Diskussionsthema. Ein Bürger machte dazu folgenden Vorschlag: „Die Stadt soll unter Einbeziehung der Ortsvorsteher einen Sanierungsplan für alle Ortsteile erarbeiten und diesen Schritt für Schritt umsetzen, um den Wert ihrer Immobilien zu erhalten oder zu verbessern.“ Die anwesenden Stadträte Martina Seyfer und Günter Köhnlechner betonten, dass ihre Fraktion schon vor Jahren den Antrag auf ein Gebäudemangement gestellt habe, um einen solchen Plan auf die Wege zu bringen. Leider haben die Stadtverwaltung und die Stadtratsmehrheit daran kein Interesse gehabt.

Einige Bürger trugen ihre Bedenken vor, dass sich die Stadt mit der neuen Philharmonie finanziell übernimmt. So meinte ein Bürger: „Schon jetzt kommt die Stadt ihren Aufgaben bei der Unterhaltung ihrer Immobilien und Straßen nicht nach.“ Wegen des Abmangels für die Konzerthalle sei zu befürchten, dass der Stadt in Zukunft die finanziellen Mittel fehlen werden, um alle ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen, oder die Bürgerschaft zusätzlich belastet wird. Ein Bürger brachte auch den geplanten Bau eines Beherbergungsbetriebes in die Diskussion und zeigte dazu klare Kante: „Ein Hotel soll durch einen privaten Investor und nicht durch die Stadt gebaut werden“.

(spd)

 

 

 

 

 

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