SPD MdL Daniel Born zu Besuch in der Kraft-zu-Hohenlohe Schule Weikersheim

Veröffentlicht am 02.08.2021 in Aktuelles

v.l. Thomas Kraft, Anja Lotz, Martina Kuhn Daniel Born

Weikersheim.

Sie ist mehr als „nur“ eine Schule mit sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungsausrichtung. Denn das Kollegium, die Kinder und Jugendlichen sind eine ganz besondere Gemeinschaft, die das Prädikat „einzigartig“ verdient, so die SPD-Bundestagskandidatin Anja Lotz. Und da Bildung eines der Kernthemen der Politikerin ist, hatte die SPD-Bundestagskandidatin und Weikersheimer Stadträtin Anja Lotz diese Förderschule mit Bedacht für einen Info-Besuch ausgewählt.

Einen kompetenten Gast aus der Landespolitik hatte sie zum Termin eingeladen: Den SPD-MdL Daniel Born, Vizepräsident des Landtages von Baden-Württemberg und Mitglied der Ausschüsse für Kultus, Jugend und Sport sowie Landesentwicklung und Wohnen – damit also ein ausgewiesener Experte in diesen Politikfeldern. Mit dabei war auch der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Kraft.


Was Rektorin Martina Kuhn den Besuchern präsentieren und erklären konnte, war alleine schon Grund genug, sich mit dieser Schule näher zu beschäftigen. „Hier wird mehr getan als nur der Bildungsauftrag umgesetzt“, hatte Anja Lotz schon im Vorfeld den Gästen mitgeteilt. Die Schule ist nämlich eingebettet in die Umgebung und die Bevölkerung – etwa mit dem Gemeinschaftsgarten, bei dem auch Anwohner sowie weitere Bürgerinnen und Bürger mitwirken. Und das Engagement des Kollegiums geht weit über die gestellten Anforderungen hinaus, denn hier werden, wie die Rektorin deutlich machte, die Kinder tatsächlich „an die Hand genommen“ und intensiv auf das spätere Leben – natürlich auch auf die anschließende Berufsausbildung – vorbereitet. 


Die Corona-Zeit hat die Schule „gut und kreativ“ gemeistert, stellte Daniel Born fest. „Unsere Schüler sind es gewohnt, sich mit Lerninhalten zu beschäftigen und auch online zu arbeiten“, betonte Martina Kuhn. Somit muss zwar auch hier Versäumtes „nachgeholt“ werden, allerdings konnte trotz der schwierigen Begleitumstände „viel geleistet“ und das Defizit klein gehalten werden.

Ein Punkt jedoch wurde in dieser Zeit wieder einmal deutlich: Da viele der Kraft-zu-Hohenlohe Schüler aus sozial benachteiligten Familien stammen, ist häusliches Lernen mit Schwierigkeiten verbunden. „Wohnen ist teuer“ sagte Kuhn, und ein eigenes Zimmer zu haben, in dem ungestört gelernt und Hausaufgaben gemacht werden können, ist deshalb vielfach nicht möglich. Für die Politiker eine „Steilvorlage“, denn „bezahlbares Wohnen ist ein SPD-Kernthema“, wie Lotz und Born einmütig feststellten. Beide verwiesen auf entsprechende Initiativen auf Bundes-, Landes- und Kreisebene.

Der Landtags-Vizepräsident fand beim Rundgang durch die Klassen die passenden Worte. „Ich bin der Daniel Born und ich bin Politiker“, sagte er – und das kam an. Schnell fielen Fragen, und auch der Name des Bundespräsidenten wurde genannt. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich interessiert und wollten von dem Politiker wissen, was er denn so alles mache und warum er gekommen sei. Deutlich wurde beim Rundgang allerdings auch, dass es dringend baulicher Maßnahmen bedarf, um die Schule „auf Stand“ zu bringen. Auch, was die Einrichtung angeht – etwa die Schulküche – ist der Investitionsbedarf augenscheinlich. Dazu muss man wissen, dass der Einzugsbereich der Kraft-zu-Hohenlohe-Schule weit über Weikersheim hinausgeht – „unsere Schüler kommen bis aus Creglingen“, verwies die Rektorin auf damit verbundene Fragestellungen wie etwa den ÖPNV. Zur Schule und zurück zu kommen, sei „geregelt, Aber alles, was darüber hinausgeht, ist schwierig“, und das betreffe auch außerschulische Aktivitäten und Treffen der Jugendlichen. Und so lege man „großen Wert“ auf die Vermittlung der nötigen Kenntnisse über den öffentlichen Nahverkehr und das richtige Verhalten als Fahrradfahrer. 

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Rektorin ist das „Bild unserer Schule und damit unserer Schülerinnen und Schüler in der Öffentlichkeit“. Was unsere Schülerinnen und Schüler zu leisten imstande seien, sei nach wie vor vielfach unbekannt. Dem stelle man sich „offensiv“ entgegen, was sich auch darin zeige, dass sich vielfach eine reguläre Ausbildung an die Schulzeit anschließe. „Unsere Schülerinnen und Schüler können das“, betonte Kuhn. Die Besucher quittierten das mit großem Zuspruch. 

 

Beim Gespräch machte die Rektorin auch deutlich, dass es unendlich schwierig sei, Personal zu erhalten. „Uns fehlen Sonderpädagogen und Fachlehrer“, sagte Kuhn. Und sie kritisierte den „enormen bürokratischen Aufwand“ – ein Thema, das, wie die Bundestagskandidatin Anja Lotz betonte, „überall angesprochen wird, egal, wo ich hinkomme“. Unter der Bürokratie „leidet ihre eigentliche Aufgabe“, stellte Daniel Born fest. Weiter machte der Landespolitiker deutlich, dass „Schule Perspektive braucht – ohne gut ausgebildete Lehrkräfte und eine adäquate Ausstattung funktioniert es nicht.“


Das von der Rektorin vorgestellte Leitbild der Schule – unter anderem „den Bildungsanspruch der Kinder und Jugendlichen aufzunehmen und in Zusammenarbeit mit Eltern, schulischen und außerschulischen Partnern eine „dauerhafte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“, machte auf die Besucher einen großen Eindruck. „Weil er gelebt wird“, wie Anja Lotz betonte, und „weil es viel Engagement erfordert, und zwar deutlich mehr, als gemeinhin angenommen wird“, ergänzte Daniel Born. 

Der Landespolitiker zeigte sich „tief bewegt von dem, was hier geleistet wird. Sie gehen einen langen Weg zum Erfolg.“ Anja Lotz machte deutlich, dass die Stadt mehr in die Förderschule investieren müsse. Das sage sie als Kommunalpolitikerin, aber auch als Bundestagskandidatin. „Schule und Bildung sind Zukunftsthemen, aber wir müssen sie jetzt und heute angehen.“


„Bildung ist Beziehung. Da werden wir uns die nächsten Wochen ganz ehrlich machen müssen. Denn dort, wo trotz des großen Engagements der Lehrerschaft diese Beziehungen unterbrochen oder sogar abgebrochen wurden, müssen wir neu aufbauen. Die Pandemie hat die Bildungsungerechtigkeit in unserem Land verstärkt. Wer das leugnet, verbaut die Chancen, jetzt die richtigen Schritte zu machen“, betonte Daniel Born abschließend – nicht ohne der Rektorin und dem gesamten Kollegium für ihre „großartige Arbeit“ ausdrücklich zu danken. Ein Dank, dem sich Anja Lotz und Thomas Kraft anschlossen.


Foto 4018: Politikerbesuch in Weikersheim:

Im Gemeinschaftsgarten der Kraft-zu-Hohenlohe-Förderschule steht auch ein Backhäusle. Unser Bild zeigt (von links) den SPD-Kreisvorsitzenden Thomas Kraft, die SPD-Bundestagskandidatin und Stadträtin Anja Lotz, Förderschul-Rektorin Martina Kuhn und den SPD-MdL und Landtags-Vizepräsidenten Daniel Born.

 

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