Weihnachtsrede 2025 der SPD/UB Fraktion Gemeinderat Weikersheim

Veröffentlicht am 21.12.2025 in Fraktion
Foto Martina Seyfer

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates, des Ortschaftrates und der Verwaltung, sehr geehrter Herr Bürgermeister Schuppert,

Das bewegte Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Die Ukraine ist in einem langen und erbarmungslosen Abnutzungskrieg. Viele Menschen sind vermisst, gefallen oder in Gefangenschaft. Die Entscheidung das Land aufgrund des Krieges zu verlassen ist schwer. Familien, Frauen und Kinder suchen Sicherheit unter anderem auch bei uns.

Der Gaza-Streifen ist ein einziges Trümmerfeld. Nach der Waffenruhe dann wieder und wieder Angriffe! Die Not ist sehr groß und die Zivilisten leiden mehr denn je. Keine Unterkünfte, Kindergärten und Schulen, keine Krankenhäuser und keine Friedensstabilität ohne langfristige Friedenspläne.

Die Bevölkerung im Gaza Streifen überlebt in der Hoffnung auf einen baldigen Frieden.

Da erscheinen die aktuellen Probleme, die viele deutsche Kommunen und auch Weikersheim zu meistern haben eher gering. Zumal wir diese Probleme gemeinsam bewältigen und lösen können.

Durch die andauernde wirtschaftliche Stagnation und dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt sind einige Firmen vor Ort gezwungen Kurzarbeit und Personalabbau vorzunehmen. Die Konjunkturflaute macht sich auch latent bei der Gewerbesteuer-Einnahme bemerkbar. Weikersheim muss froh sein, dass bisher die ortsansässigen Firmen zwar mit einem blauen Auge davonkommen, aber der Kampf auf dem Markt zu überleben, ist jeden Tag eine Herausforderung für Handwerk, Handel und Industrie.

Unsere Kommune hat in dieser finanziell angespannten Situation die akribische Aufgabe für die Großprojekte Hallenbad-Sanierung und Neubau der Brücke am Bahnhof deren Kostenentwicklung mit Argusaugen zu beobachten und zu kontrollieren, um im Finanzbudget zu bleiben. Fehler darf und kann man sich nicht leisten, da unsere Finanzplanungen mit spitzen Stift gerechnet und kalkuliert sind.

Leider war unvorhersehbar, dass die Brücke im Heiligen Wöhr zur Tauber-philharmonie nach einer Brückenprüfung gesperrt werden musste. Wegen der Operettenaufführung im Sommer musste schnell Ersatz mit einem provisorischen Fußgängersteg beschafft werden. Dafür fallen aktuell Miet-Kosten an. Eine neue Brücke bedeutet für die Stadt eine zusätzliche finanzielle Herausforderung.

Die neuen Parkplätze in der Schulstrasse sind jetzt begrünt und fertiggestellt und auch mit einer E-Ladesäule ausgestattet. Das erweiterte Parkangebot wird gerne angenommen.

Zum Thema Photovoltaik in der Altstadt wurde unter allen Berücksichtigungen auf den Denkmalschutz ein Solarkataster erstellt. Im Altstadtkern sind alle sichtbaren und äußerlichen Veränderungen genehmigungspflichtig. Bei besonders geschützten Kulturdenkmälern sind auch innere Veränderungen genehmigungspflichtig und erfordern stets eine individuelle Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde im LRA Tauberbischofsheim.

Am Ende dieses Jahres wurde auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages mit der N-ergie damit begonnen, die alten Straßenlaternen auf stromsparenden LED-Beleuchtungseinheiten umzurüsten. Das geht natürlich nur quartiersweise voran und braucht seine Zeit.

Durch das integrierte Klimaschutzkonzept und Dank unseres sehr engagierten Klimaschutzmanager Andreas Fischer-Klärle ist Weikersheim im Vergleich mit unseren Nachbarkommunen auf diesem Sektor Vorreiter geworden. Kommunale Dächer z.B. auf der Kläranlage, dem Kindergarten in Schäftersheim, dem Logierhaus und auf der Tauberphilharmonie wurden bereits mit Photovoltaik ausgestattet. Auch das Hallenbaddach wird im Rahmen der Groß-Sanierung mit Photovoltaik-Platten belegt und im Keller wird ein Stromspeicher installiert.

Kanalisation, Wasser und Abwasser Systeme sind ein großes Thema in der Kernstadt und den Ortsteilen. Die Rohre sind zum Teil sehr alt und marode. Derzeit laufen noch abschließende Bauarbeiten in der Eichendorffstraße in Weikersheim.

Aktuell muss sich die Stadt mit der Einführung der verlässlichen Ganztagesbetreuung im Schuljahr 2026/2027 einer neuen Herausforderung stellen. Es müssen nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch das Personal und die notwendigen Finanzen zur Verfügung gestellt werden. Die Zuschüsse, welche das Land leistet, werden sicherlich nicht ausreichen, um die notwendigen Kosten zu decken. Es gilt leider im Verhältnis zwischen dem Bund und den Ländern auf der einen Seite und den Kommunen auf der anderen Seite noch nicht der Grundsatz, dass derjenige, der bestellt, auch bezahlt.

Unsere Baugebiete Planetenweg II, Feldertor III Schäftersheim und die Hätzenklinge II in Nassau sind fertiggestellt und zum Teil entstehen bereits erste Neubauten. Es ist zu hoffen, dass trotz des Konjunktureinbruches die erschlossenen Baugebiete nach und nach auch Grundstückskäufer finden werden. Das ist eine sehr wichtige Einnahmequelle für unseren Haushalt.

Die Bauhofmitarbeiter haben bereits die Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt installiert. Unser schöner Marktplatz sowie das Rathaus strahlen bei Nacht im Lichterglanze und der Christbaum kündigt uns das anstehende Weihnachtsfest 2025 an.

Nutzen wir die kommenden Advents- und Weihnachtstage auch, um einmal darüber nachzudenken, welchen Beitrag jede und jeder von uns leisten kann, damit die Welt ein kleines bisschen besser wird.

Den anderen verstehen lernen, ihn so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten und ihn in seinem Anderssein zu respektieren, macht die Welt für uns alle lebenswerter, friedvoller und gibt Hoffnung für uns alle.

Weil das bevorstehende Weihnachtsfest auch ein Fest des Dankes ist, bedanke ich mich im Namen der SPD/UB-Fraktion bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Verwaltung und des Bauhofes, unseren GR Kollegen und Kolleginnen aller Fraktionen, den Kameraden und Kameradinnen der freiwilligen Feuerwehr, dem Helferkreis Asyl, sowie allen Vereinen und ihren ehrenamtlichen Vorständen für die Hilfe und Unterstützung, die sie in unserer Stadt leisten.

Wir wünschen Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, den Kollegen und Kolleginnen der Verwaltung und des Stadtrates sowie allen Mitbürgern und Mitbürgerinnen ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest, und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr!

Martina Seyfer

Sprecherin der SPD/UB-Fraktion

 

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