Wir ändern die Spielregeln – Game Changer

Veröffentlicht am 08.03.2021 in Aktuelles

Wir ändern die Spielregeln – Game Changer

Unter dem Motto „Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“ setzt sich auch in diesem Jahr die ASF Main-Tauber-Kreis mit ihrer Kreisvorsitzenden Anja Lotz für die Lohngerechtigkeit der Frauen ein.

Das Datum des Equal Pay Day (Tag der gleichen Bezahlung für Frauen und Männer) markiert symbolisch den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern. 2018 erhielten Männer durchschnittlich 4,37 Euro brutto mehr auf die Arbeitsstunde als Frauen. Im Vergleich zwischen den Verdiensten von Männern und Frauen arbeiteten Frauen in 2019 „nur noch“ 69 Tage ohne dafür entlohnt zu werden. Das Statistische Bundesamt hat seine Zahlen auf Basis der aktuellen Verdienststrukturerhebung veröffentlicht.  Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in gleichen Arbeitspositionen lag im Jahr 2019 bei 19 Prozent. Daraus lässt sich schließen, dass der sogenannte „Gender Pay Gap“ 2020 ebenfalls unter 20 Prozent sein dürfte.

Rechnet man die 19 Prozent Weniger-Verdienst der Frauen in Tage um, so arbeiten Frauen 69 Tage, vom 1. Januar bis zum 10. März 2021, umsonst. Damit verschiebt sich der Equal Pay Day vom bisher festgelegten 14. März 2021 (entsprach 20 Prozent Gehaltsunterschied) um vier Tage nach vorne.

Anja Lotz, Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischen Frauen (ASF) Main-Tauber-Kreis, freut sich zwar über jeden kleinen Fortschritt, zufrieden ist sie aber noch lange nicht: „Als Frauen in Deutschland im Jahr 2008 zum ersten Mal mit dem Aktionstag Equal Pay Day auf die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam machten, lag die Differenz bei 23%. Im Jahr 2021 sind wir bei 19%. Wenn das in diesen Mini-Schritten so weiter geht, werden unsere Enkelinnen noch den Aktionstag begehen müssen. Das kann nicht unser Anspruch sein“, so Anja Lotz. Es sei nicht hinzunehmen, dass nach wie vor Frauenberufe schlechter bezahlt werden als Männerberufe. „Wir erleben gerade in der Pandemie, was Frauen zur Bewältigung des Alltags und in der Care-Arbeit leisten müssen. Und als Dank dafür werden sie noch immer schlechter bezahlt.“

Die SPD-Frauen haben klare Forderungen: mehr Transparenz bei den Löhnen, finanzielle Aufwertung der sogenannten Frauenberufe und die Anerkennung der geleisteten Care Arbeit. Die Sozialdemokratinnen wollen bei diesen Ungerechtigkeiten die „Game Changer“ sein.

 

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