Bürgergespräch in Schäftersheim

Veröffentlicht am 24.05.2019 in Pressemitteilungen

SPD-Ortsverein Weikersheim

Hildegard Buchwitz- Schmidt

Schulstr.13

Pressebericht über das Bürgergespräch der SPD/UB in Schäftersheim, Gasthaus „Klosterhof“, am 21.05.2019, Beginn 19.30 Uhr

Schäftersheim. Beim vorletzten Bürgergespräch in Schäftersheim präsentierte der SPD-Ortsverein Weikersheim die Gemeinderatskandidaten/innen der Liste SPD/UB, darunter die drei Bewerber aus dem Ortsteil. Dabei entwickelte sich eine lebhafte kommunalpolitische Diskussion.

Dabei entwickelte sich eine lebhafte kommunalpolitische Diskussion. Dabei wurden nicht nur die örtlichen Probleme angesprochen, sondern auch die aktuellen Themen der Gesamtstadt debattiert. Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hildegard Buchwitz-Schmidt, welche das Bürgergespräch moderierte, forderte zu Beginn der Veranstaltung die Bürgerschaft auf, ihre Wahlunterlagen, vor allem die Anzahl der amtlichen Stimmzettel für die Gemeinderatswahl zu überprüfen: „Es ist vereinzelt vorgekommen, dass nicht alle drei Stimmzettel beigefügt gewesen sind.“

Die Bewerber/innen nützten ihre persönliche Vorstellung dazu, um ihre persönlichen kommunalpolitischen Schwerpunkte zu erläutern. Der örtliche Stadtrat Oliver Gutöhrlein betonte: „Im Haushalts- und Investitionsplan stehen viele Projekte für die gesamte Stadt. Wir schauen darauf, dass diese – trotz des zu erwartenden Abmangels bei der Philharmonie - in den nächsten Jahren in der Kernstadt und in den Ortsteilen auch umgesetzt werden.“ In diesem Zusammenhang nannte er für Schäftersheim die Sanierung der alten Tauberbrücke, wofür das Stadtratsgremium vor kurzem einen Planungsauftrag vergeben habe. Auch sprach sich Oliver Gutöhrlein vehement für die Sanierung der Würzburgerstraße aus. Voraussetzung dafür sei, dass die Stadt endlich in die planerische Vorleistung für die Sanierung der dort vorhandenen Wasserleitungen und Abwasserkanäle geht.

Diesen Wunsch unterstützte auch nachdrücklich der Schäftersheimer Ortsvorsteher Markus Lang, um die Infrastruktur des Ortsteils zu sichern und auszubauen. Er forderte die anwesende SPD-Kreisrätin Ute Schindler-Neidlein auf, dafür zu sorgen, dass auch der Kreistag dieses Projekt auf seine Prioritätenliste für den Ausbau der Landesstraßen im Main-Tauber-Kreis setzt. Der Ortsvorsteher brachte noch ein anderes Projekt ins Gespräch: „Wir haben eine Brachfläche direkt neben der Romantischen Straße. Darauf wollen wir Parkplätze für die Besucher der zahlreichen Veranstaltungen in der Bauernhalle anlegen und den Ortsteil attraktiver gestalten.“ Die Fläche sei zwar für die Ansiedlung von Gewerbe vorgesehen, sei aber nicht angenommen worden. Der Ortsvorsteher wies auch darauf hin, dass die Ortschaft attraktiv und interessant und von einem guten Gemeinschaftsgeist geprägt ist, wie die gut besuchten Bürgerversammlungen in jedem Jahr beweisen würden.

In diesem Zusammenhang forderte ein Kandidat auch jährliche Bürgerversammlungen für die Kernstadt Weikersheim. Mit der neuen TaubertalPhilharmonie seien dafür die räumlichen Voraussetzungen geschaffen worden. Er begründete seinen Wunsch folgendermaßen: „Dies stärkt den Gemeinschaftsgeist in einer Gemeinde und sorgt dafür, dass sich die Bürgerschaft ernstgenommen fühlt.“ Es wurde auch vorgeschlagen, in der Kernstadt eine Art eigenen Ortschaftsrat einzurichten, welcher Themen des Kernorts behandelt, bevor sie in den Gemeinderat kommen und dort entschieden werden.

Ein Bürger brachte auch das Hotel, welches am Stadteingang von Weikersheim geplant und in der letzten Zeit auch der Bürgerschaft bekannt geworden ist, in die Diskussion. Während einige Bürger dessen Notwendigkeit nicht bestritten, vertraten dagegen andere die Ansicht, dass es nicht zur Pflichtaufgabe einer Gemeinde gehöre, ein Hotel zu bauen und zu vermieten. Und es wurde bedauert, dass ein solches Hotel hinter verschlossenen Türen beraten wird und dadurch die Gerüchteküche brodeln würde. Ein Bürger warnte, bei dem Abschluss eines Pachtvertrages vorsichtig zu sein und sich auf keine Mindestbelegung einzulassen. Die anwesenden Stadträte – neben Oliver Gutöhrlein auch Martina Seyfer und Günter Köhnlechner – wiesen darauf hin, dass sie zur Verschwiegenheit verpflichtet seien und nur der Bürgermeister die Nichtöffentlichkeit aufheben könne. Ein weiteres kontrovers diskutiertes Thema war eine sozial betreute Jugendarbeit in der Kernstadt, in der es an Freizeitmöglichkeiten für Jugendlichen fehlt.

(spd)

 

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