Jasmina Hostert und Can Jerome Kurter in Weikersheim

Veröffentlicht am 05.02.2026 in Wahlen
Gruppenbild von der Veranstaltung in Weikersheim. v.l.n.r.: Thomas Kraft, Can Jerome Kurter, Jasmina Horstert, Hildegard Buchwitz-Schmidt
v.l.n.r.: Thomas Kraft, Can Jerome Kurter, Jasmina Horstert, Hildegard Buchwitz-Schmidt

Am 2. Februar waren die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende Jasmina Hostert und der SPD-Landtagskandidat für den Main-Tauber-Kreis, Can-Jerome Kurter, zu Gast im Weikersheim. Begleitet wurden Sie vom SPD-Kreisvorsitzenden Thomas Kraft und einer Abordnung der Jusos Main-Tauber.

Die Veranstaltung, die in der Pizzeria Roma stattfand, wurde von der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hildegard Buchwitz-Schmidt eröffnet.

Der Kreisvorsitzende Thomas Kraft formulierte in seinem Eingangsstatement Anforderungen an die kommende Landesregierung. Die Gesundheitsversorgung auf dem Land sollte gesichert werden. Da ging die Krankenhausreform von Karl Lauterbach in die richtige Richtung. Dies ist jedoch durch Bestrebungen in der CDU gefährdet, z.B. durch die von Gesundheitsministerin Warken geplante Streichung des Inflationsausgleichs.

Im kommunalen Bereich sollte die Bürgerbeteiligung gestärkt werden. Thomas Kraft schlug eine Direktwahl der Landräte nach bayerischem Vorbild und eine Abwahlmöglichkeit für Bürgermeister vor. Das dies notwendig ist, zeigt das Beispiel der Bürgermeisterin von Niederstetten.

Jasmina Horstert und Can Jerome Kurter
Jasmina Horstert und Can Jerome Kurter

Can Jerome Kurter begann seine Rede mit der Situation in der Automobilindustrie. Die Zukunft muss durch Innovation gesichert werden, nicht durch Festhalten an alten Technologien. Durch die Vergabe von Landesmitteln sollte der Erhalt von Arbeitsplätzen im Land gefördert werden, nicht deren Verlagerung an andere Standorte oder ins Ausland. Als Negativbeispiel dafür nannte Can Kurter die Sanierung eines Autozulieferers in Lauda-Königshofen.

In Baden-Württemberg ist der Mangel an bezahlbaren Wohnungen groß. Da ist wenig hilfreich, wenn dir Landesregierung den Mietendeckel abschaffen will.

Im Bildungsbereich gibt es viele Probleme. KiTas sollten in Baden-Württemberg wie in vielen anderen Bundesländern gebührenfrei sein. Derzeit verschlechtert sich die Situation in den KiTas und Kinderbetreuungseinrichtungen durch Personalmangel und Zusammenlegung von Gruppen.

 
In den Schulen hat Baden-Württemberg den größten Unterrichtsausfall. Lehrer sollten sich auf ihre Hauptaufgabe konzentrieren können. Für Verwaltungsaufgaben oder Sprachförderung sollten sie von anderen Fachkräften unterstützt werden. Für den Umgang mit Radikalität haben die Schulen kein Konzept.

Am Renteneintrittsalter sollte festgehalten werden. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, hat sich den Ruhestand verdient. Durch die Einrichtung von ambulanten Pflegezentren könnte sich die Situation Pflegebedürftiger verbessern.

 

Jasmina Horstert ging zunächst auf ihre Arbeit im Bundestag ein. Durch die Verkleinerung der Fraktion ist die Belastung für die einzelnen Abgeordneten deutlich gestiegen. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union und im Ausschuss für Sport und Ehrenamt, sowie in einer Reihe anderer Arbeitsgruppen.

Das Sondervermögen ermöglicht dringende Investitionen in die Infrastruktur. Wenn die Sanierung nicht zeitnah erfolgt, wird es später nur noch schlimmer. Die Ampel ist an der Finanzierung notwendiger Infrastrukturmaßnahmen zerbrochen.

20 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen fließen in den sozialen Wohnungsbau.

Die Ganztagsbetreuung wurde noch von der großen Koalition unter Frau Merkel auf den Weg gebracht. Die Förderung sollte jedoch eine Brennpunktförderung sein und nicht mit der Gießkanne erfolgen. Das Startchancenprogramm sieht eine gezielte Sprachförderung vor. Die Sprache ist wichtig, sie ist die Grundlage für alles andere. Den Digitalpakt 2.0 tragen Bund und Länder jeweils mit 2,5 Milliarden Euro.

Auch wenn Schulen sicher parteipolitisch neutral sein müssen, sollten sie ein klares Bekenntnis zur demokratischen Verfassung vermitteln.

Das Internet und die sozialen Medien dürfen kein rechtsfreier Raum sein. Gesetze gegen Hass und Diffamierung sind notwendig. Eine Klarnamenpflicht wäre in diesem Zusammenhang hilfreich.

Die von Bärbel Bas eingesetzte Kommission hat eine weitreichende Reform der Sozialsysteme vorgeschlagen. Bei einer Vereinfachung und Vereinheitlichung der Systeme sollen die Leistungen weitgehend erhalten bleiben. Da stehen noch harte Verhandlungen mit der CDU bevor. Die Kinder- und Jugendhilfe darf auf keinen Fall gekürzt werden. Die Jugendlichen sind unsere Zukunft.

 

Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der die Referenten dem Publikum Rede und Antwort standen.

Hildegard Buchwitz-Schmidt bedankte sich bei Jasmina Hostert und Can Kurter für die gelungene Veranstaltung und verabschiedete sie mit einem Dankesgeschenk.

 

Wolfgang Dolezol, Spd-Weikersheim

 

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