SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender im Weikersheimer Hallenbad

Veröffentlicht am 15.01.2020 in Fraktion

Das Hallenbad Weikersheim, das beinahe 60 Jahre auf dem Buckel hat, ist schon seit Jahren ein Sanierungsfall. Es steht zurzeit auf der Agenda des Weikersheimer Stadtrates. Und deshalb lud der SPD-Ortsverein und die SBD/UB-Fraktion – mit Unterstützung des SPD-Kreisverbandes – die SPD-Landtagsfraktion zu einer Besichtigung ein. Diese führte in Bad Mergentheim eine dreitägige Klausurtagung durch und wollte in diesem Zusammenhang auch einige Einrichtungen im Main-Tauber-Kreis kennenlernen. Die Absicht war, mit diesem Besuch Druck auf die Politik auszuüben, um eine kräftige finanzielle Unterstützung bei der Hallenbad-Sanierung zu bekommen.

Die SPD-Landtagsfraktion folgte der Einladung und erschien mit ihrem Vorsitzenden Andreas Stoch und dem sportpolitischen Sprecher Gernot Gruber. Außerdem begleitete beide ein Kamerateam des Südwestfern-sehens. Bürgermeister Klaus Kornberger, der mit Stadträten der SPD/UB und je einem Vertreter der beiden anderen Stadtrats-Gruppierungen sowie der SPD-Kreisrätin Ute Schindler-Neidlein gekommen war, verwies auf die lokale und regionale Bedeutung des Weikersheimer Hallenbades: „Das Hallenbad zählt pro Jahr öffentliche 14.000 Besucher. Es ist in der Woche 35 Stunden für die Schulen, 30 Stunden für die Öffentlichkeit und 12 Stunden für die DLRG geöffnet.“ Vor allem die Schüler seien die Nutznießer des Bades. Alle vier Weikersheimer Schulen, zu denen noch die Schulen aus Niederstetten und Röttingen hinzu-kommen, hielten dort ihren vom Bildungsplan geforderten Schwimmunterrricht ab. Den hohen Stellenwert des Bades zeigte der Bürgermeister an folgenden Zahlen auf: „Die Stadt gibt im Jahr 300.000 Euro für das Hallenbad ein und nimmt dafür 156.000 Euro ein“. Und er fügte hinzu: „Das Bad ist für Weikersheim und die Region unverzichtbar.“ Deshalb habe die Stadt für dessen Sanierung eine Machbarkeitsstudie mit drei Modellen in Auftrag gegeben. Weil Weikersheim aber die Sanierungskosten nicht alleine stemmen kann, forderte er die Unterstützung des Landes ein.

Martin Roller, der Vorsitzende der örtlichen DLRG, unterstützte die Forderung des Bürgermeisters: „Es wäre für uns eine Katastrophe, wenn das Bad wegen der hohen Sanierungskosten geschlossen werden müsste.“ Denn wöchentlich würden bis zu 170 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Bad ihre Schwimm- und Rettungsschwimm-Ausbildung absolvieren.

Durch den Technikraum im Keller führte Bademeister Stefan Lahr die Delegation aus Stuttgart. Sie konnte sich davon überzeugen, dass die technische Anlage total veraltet und schon allein deren Sanierung dringend notwendig ist. Das Wasser tropft aus etlichen Leitungen, die durch Chemikalien korrodieren, und am Boden und an den Rohren wächst der Tropfstein. Hinzu kommt, dass die bestehende Technik sehr energieauf-wendig ist.

Für Andreas Stoch, den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag steht es fest, dass eine Gemeinde wie Weikersheim – wie auch andere zahlreiche Kommunen im Land - die Finanzierung einer Schwimmbad-sanierung nicht allein schultern könne. Und er sparte nicht mit Kritik an der grün-schwarzen Landesregierung, die dafür keinen Bedarf sieht: „Die SPD hat schon zweimal einen Antrag auf ein Sanierungsprogramm in Höhe von 30 Mio Euro im Landtag gestellt, die Regierungsfraktionen haben aber unverständlicherweise - und dies entgegen der Appelle der Schwimmverbände – beides Mal abgelehnt.“ Mit diesen beantragten Mitteln solle das Land nach dem Willen der SPD ein Fünftel der Sanierungskosten, die bei den Kommunen anfallen, übernehmen. Durch die derzeitige gute Kassenlage habe das Land finanzielle Spielräume.

Andreas Stoch befürchtet, dass weitere Schwimmbäder geschlossen werden müssen. Für ihn gehören die Bäder zu einer Pflichtaufgabe einer Gemeinde: „Ohne sie können Kinder und auch Erwachsene nicht schwimmen lernen.“ Derzeit findet schon an einem Viertel der Grundschulen kein Schwimmunterrricht statt, weil kein geeignetes Schwimmbad in der Nähe vorhanden ist. Und diese Zahl werde zunehmen, wenn die Kommunen keine Unterstützung des Landes für die Sanierung ihrer Schwimmbäder bekommen und diese schließen müssen.

Bei seinem Blick in die Schwimmhalle konnte sich Andreas Stoch davon überzeugen, dass das Hallenad gut frequentiert ist. Zahlreiche Kinder und Erwachsene tummelten sich im Schwimmbecken. Sogar eine Kindergartengruppe plantschte im Nichtschwimmerbereich.

Den Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch und deren sportpolitischen Sprecher Gernot Gruber begleiteten  Hildegard Buchwitz-Schmidt, Martina Seyfer, Anja Lotz und Günter Köhnlechner von der SPD/UB-Stadtratsfraktion sowie SPD-Kreisrätin Ute Schindler-Neidlein.

(spd)

 

Ein Video über den Besuch des SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden kann unter folgendem Link abgerufen werden:

https://fbwat.ch/1f1o81dVjO5AhgYf

 

 

 

 

 

 

 

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