SPD-Politiker für den Erhalt von Leistungen im Krankenhaus Wertheim

Veröffentlicht am 06.06.2024 in Aktuelles

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser, der auch Ansprechpartner für den Main-Tauber-Kreis ist, schreibt an Landesgesundheitsminister Manfred Lucha. Die SPD macht sich im Sinne der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorangebrachten Reform der Krankenhausfinanzierung für den Erhalt von Leistungen in der Rotkreuzklinik Wertheim stark.

Leiser erklärt in seinem Schreiben, dass mehrere Leistungen am Standort Wertheim erhalten bleiben müssten, wenn die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorangebrachten Reform der Krankenhausfinanzierung bereits in Kraft wäre. „Am Standort Wertheim sollten mindestens die Leistungen erhalten bleiben, die im Sinne der Reform erhalten bleiben müssten“, so Leiser. Er fordert Landesgesundheitsminister Manfred Lucha auf, sich dafür einsetzen: „Wenn die Reform bereits in Kraft wäre, dann müssten Sie der Rotkreuzklinik zuweisen“, so Leiser.

Florian Wahl, gesundheitspolitscher Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Die Rotkreuzklinik in Wertheim ist eine wichtige Stütze in der medizinischen Versorgungsstruktur im Main-Tauber-Kreis. Ich bitte Minister Lucha eindringlich, endlich eine neu ausgerichtete Krankenhausplanung vorzulegen und damit eine strategische und klare Ausrichtung der Krankenhausförderung sicherzustellen. Dabei muss insbesondere im nördlichen Main-Tauber-Kreis die Notfallversorgung sichergestellt werden. Es kann nicht sein, dass ein Rettungswagen mit Notfallpatient*innen, etwa mit Schlaganfall, 50 und mehr Minuten in die nächste passende Klinik fahren muss“.

Thomas Kraft, Kreisrat, SPD-Kreis- und Ortsvereinsvorsitzender: „Die Situation in Wertheim spitzt sich dramatisch zu. Seit Montagabend besteht ein Aufnahmestopp. Der Klinikbetrieb mit Grund- und Regelversorgung läuft aus. Der Rettungsdienst bereitet sich auf diese Situation vor. Die medizinische Notfallversorgung ist aber nicht nur eine Frage der Transportmittel. Es geht um zeitkritische Notfälle. Dafür sind die Wege nach Bad Mergentheim oder andere Kliniken zu weit. Die Forderung ist, dass in Wertheim eine stationäre Notfallaufnahme erhalten bleibt. Dafür bietet die Analyse von Minister Lucha eine Basis. Er stellte fest, dass nach einer Schließung der Rotkreuzklinik im Landkreis eine Unterversorgung von 11 Betten in der Grund- und Regelversorgung besteht.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) definiert Konzepte für die medizinische Versorgung. Sie sind verbindliche Grundlage für Leistungserbringer und Kostenträger. Er hat ein Konzept für die Basisnotfallversorgung vorgelegt. Darin ist festgelegt, dass eine Intensivstation mit mindestens 6 Intensivbetten, davon 3 mit Beatmungsmöglichkeit vorhanden sein müssen. Je ein Facharzt im Bereich Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie müssen innerhalb von maximal 30 Minuten am Patienten verfügbar sein. In einer zentralen Notaufnahme (ZNA) muss innerhalb von 10 Minuten die Einschätzung der Behandlungspriorität erfolgen. Ein Schockraum und die 24-stündige Verfügbarkeit von Computertomographie ist erforderlich. Diese kann auch in Kooperation sichergestellt werden.

Schließlich braucht es die Möglichkeit der Verlegung auf dem Luftweg. Zusätzlich besteht als Soll-Vorgabe die Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Es ist jetzt zwingend notwendig, dass Minister Lucha in Vorwegnahme des neuen Krankenhausreform endlich der Rettungsversuch der Stadt Wertheim unterstützt und den Landkreis anweist seine Verantwortung wahrzunehmen.

Eine Basisnotfallversorgung in Wertheim muss möglich sein. Dafür braucht es jetzt aber entschlossenes und zügiges Handeln."

 

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